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18BrusselsVon 7. bis 10. Mai wurde in Brüssel der 81. AIPS-Kongress 2018 abgehalten, der ursprünglich schon Anfang April in Antalya hätte stattfinden sollen, aber wegen "technischer Probleme" abgesagt worden ist. Delegierte aus 91 Ländern nahmen an dem kurzfristig verlegten, zweitägigen Kongress teil, der am 8. und 9. Mai auch einige interessante Themen bot. So berichtet Österreichs Delegierter, unser Ehrenpräsident Michael Kuhn, vom Auftritt des ehemaligen Schweizer Spitzen-Fußballschiedsrichters und jetzigen FIFA-Schiedsrichter-Boss Massimo Busacca, der ein leidenschaftliches Plädoyer für den Video-Schiedsrichter hielt. Fehlentscheidungen würden deutlich minimiert. Die WM-Referees in Russland werden in Seminaren geschult, 33 Kameras in jedem Stadion überwachen das Spiel, TV-Kommentatoren werden informiert. Busacca stellte abschließend klar: Die letzte Entscheidung trifft in jedem strittigen Fall der menschliche Schiedsrichter, das Videosystem ist und bleibt technische Hilfe. Apropos FIFA: Mediendirektor Hans Hultman sagte den Akkreditierten kostenlose Russland-Visa zu, weiters gleichfalls gratis Bahnfahrten von Spielort zu Spielort und lokale Öffis. Die FIFA erwartet rund 2.800 Schreibende und 1.000 Fotografen. Was noch nennenswert ist:

  • Nordkorea und Saudi-Arabien kündigten ihre Rückkehr in die AIPS-Familie an.
  • Der nächste (82.) AIPS.-Kongress findet in der Woche nach dem 20. Jänner 2019 in Lausanne statt, 2020 ist London geplant.
  • Der Kroate Jura Ozmec bleibt neben seiner Position als Schatzmeister bis zum Kongress 2019 geschäftsführender Generalsekretär.
  • In Lausanne werden die Gewinner des von Qatar initiierten neuen Sportjournalisten-Award geehrt. Der Sportjournalistenverband von Qatar finanziert zwar großzügig den weltweit ausgeschriebenen Bewerb, gesteht der AIPS aber völlige Unabhängigkeit bei der Beurteilung der Einreichungen in den sieben Kategorien zu. Jeder Sieger  erhält 8.000  Dollar, der Zweite 3.000, der Dritte 2.000 Dollar.
  • Die vor wenigen Wochen im AIPS-Office in Vigevano unter starker Mithilfe von SMA-Generalsekretär Josef Langer beschlossene Reform der Kommissionen wurde von der Generalversammlung begrüßt, allerdings müssen dazu 2019 in Lausanne einige Punkte der Statuten geändert werden.
  • Europa hält bei aktuell 3546 AIPS-Karten (leicht rückläufig). Österreich liegt mit 255 europaweit auf Platz zwei hinter Grißbritannien (262).

 

Text: Michael KUHN

Foto: Carlo POZZONI / AIPS

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