Die zuweilen eigenwillige Visa-Politik der US-Behörden ist nun auch Anlass für eine Intervention der AIPS, dem Weltverband der Sportjournalisten, bei der FIFA. Weil iranische und afrikanische Journalist:innen kein Visum für die Einreise in die USA erhalten, die meisten von ihnen natürlich schon Tickets gebucht haben und jetzt vor "verschlossenen Türen" stehen, forderte AIPS-Präsident Gianni Merlo in einem emotionalen Schreiben an die FIFA-Medienkommission diese zum Handeln auf. "Es ist nicht zu akzeptieren, dass Kollegen, die von der FIFA akkreditiert sind, die Einreise in die USA verweigert wird", schreibt Merlo in diesem Mail. "Es heißt seitens der Politik immer, dass Sport Völker verbindet und Brücken baut. Aber in diesem Fall bewegt man sich in die andere Richtung." Es gibt Fälle, in denen die Visunerteilung generell abgelehnt wurde, und andere, in denen nur die "Einzeleinreise" für jene ausgestellt wird, die zu Spielen nach Kanada oder Mexiko reisen - die dürfen aber nicht in die USA zurück kehren. Die Präsenz aller akkreditierter Medien sei für das Image des Sports mitentscheidend, besonders in einem Land, "in dem die Pressefreiheit unerlä#sslich ist", wie Merlo in dem Brief an Bryan Swanson (FIFA-Mediendirektor) und Jochen Steinhoff (Leiter für Medienoperationen) ausführte.
Derartige Probleme haben die österreichischen Kollegen zum Glück nicht. Unser Außenministerium begleitet alle WM-Beteiligten in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium und dem ÖFB in vorbildlicher Art und Weise. Wir von Sports Media Austria sind dankbar dafür, dass wir dieser "Task Force" unter der Leitung von Dr. Günther Marek (BMI), die am Montag zu einem weiteren Online-Hearing zusammen kommen wird, angehören dürfen.
