Von 27. Juni bis 11. Juli fand in Sarajevo und Zenica (Bosnien-Herzegowina) die Unter-19-EURO der Frauen statt, bei der auch zehn Jung-Kolleg:innen der teilnehmenden Länder im Rahmen des AIPS Young Reporter Programms von den Star-Mentoren Riccardo Romani und Martin Mazur begleitet wurden. Für Österreich nahm der Niederösterreicher Michael Paral (im Bild mit Anne Rei, UEFA-Chefin für Frauenfußball - @AIPS/zVg) an dieser UEFA EURO teil. "Es waren zwei sehr intensive Wochen, in denen wir viel gelernt haben", sagt der 25-Jährige, der an der Uni Salzburg den "Studienlehrgang Sportjournalismus" im zweiten Semester belegt. "Und ich habe Freunde fürs Leben gefunden!" Klicken Sie auf "Weiterlesen" - Michi hat in einem Beitrag seine Erfahrungen und Eindrücke aus diesen beiden Wochen zusammen gefasst. Wie die AIPS mit ihrem Young Reporter Programm, das diesmal von der UEFA gefördert wurde, sind auch wir von Sports Media Austria stets bemüht, den Nachwuchs auf seinem Weg in unseren schönen Beruf bestmöglich zu unterstützen.
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Strenge Mentoren - viel gelernt
Mit dem Finale der UEFA Women's Under-19 Championships in Bosnien-Herzegowina ging auch das AIPS Young Reporters Programme zu Ende – ein Programm, bei dem ich Österreich vertreten durfte. Mir war bis zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst, wie schnell zwei Wochen verfliegen können. Zwischen Unterricht, Pressekonferenzen, Spieltagen und Interviews blieb kaum Zeit zum Durchatmen. Intensiv war es allemal – und trotzdem habe ich jede einzelne Sekunde genossen. Unsere Mentoren Martin Mazur aus Argentinien und Riccardo Romani aus Italien forderten uns jeden Tag aufs Neue. Rückblickend war genau das der richtige Weg. Sie wollten mit ihrer oft strengen Art immer nur das Beste aus jeder und jedem von uns herausholen, und die Ergebnisse nach zwei Wochen haben gezeigt, dass sie Recht hatten.
Eine Lektion werde ich sicher nie vergessen: Die besten Geschichten lassen sich selten planen. Oft warten sie dort, wo man sie am wenigsten erwartet – irgendwo zwischen Mixed Zone, Hotellobby oder einem kurzen Gespräch vor dem Teambus. Ich selbst durfte im Zuge des Turniers eine Reihe an Artikeln publizieren, auf die ich sehr stolz bin. Besonders weil sie oft gar nicht geplant waren, sondern aus einfachen kurzen Gesprächen mit Spielerinnen oder Staff weit abseits des Platzes entstanden sind.
Dass das österreichische Team bei dem Turnier so hervorragend performte, machte das Ganze für mich natürlich umso mitreißender und spannender. Beeindruckt hat mich vor allem die Mentalität der Mannschaft. Eigentlich begann das schon auf dem Hinflug, als zwei Spielerinnen zufällig neben mir im Flugzeug saßen und wir ins Gespräch kamen. Zum ersten Mal konnte ein U19 Team aus Österreich bei einer Europameisterschaft ins Semifinale einziehen. Dass genau ich dabei vor Ort sein und über diese Erfolge berichten durfte, macht mich enorm stolz. Auch das deutsche Team durfte ich intensiver mitverfolgen und bis ins Finale mitbegleiten. Nach jedem Spiel der Österreicherinnen und Deutschen habe ich Spielberichte für eine Online-Plattform verfasst und anschließend in der Mixed Zone die ersten Stimmen nach dem Spiel eingefangen. Mit jedem Spieltag wurden die Aufgaben etwas selbstverständlicher und ich konnte mich aufgrund des Unterrichts, der jeden Vormittag stattgefunden hat, immer weiter verbessern.
Wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, darf ich aber einen Aspekt nicht unerwähnt lassen, nämlich meine großartigen Kolleginnen und Kollegen. Insgesamt zehn junge Journalisten aus unterschiedlichsten Kulturen, die innerhalb kürzester Zeit weit mehr als einfach nur meine Kollegen waren. Sie gehören zu den talentiertesten jungen Sportjournalistinnen und Sportjournalisten und großartigsten Menschen, die ich kennenlernen durfte. Ich würde mich nicht wundern, wenn sie in Zukunft zu den großen Sportjournalisten ihres Landes zählen. Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich sie nun meine Freunde nennen darf, und das wird für immer so bleiben.
Abschließend möchte ich nicht nur der AIPS und der UEFA, sondern auch besonders Sports Media Austria und Josef Langer für die Gelegenheit danken, Österreich bei diesem großartigen Programm zu vertreten. Ich konnte mich in dieser kurzen Zeit enorm weiterentwickeln und mir ein Netzwerk durch die ganze Welt aufbauen. Diese zwei Wochen haben mir gezeigt, dass ich meinen Weg im Sportjournalismus gefunden habe und ihn mit noch mehr Motivation weitergehen möchte. Das Turnier ist vorbei, doch die Erinnerungen, die Menschen und die Geschichten, die ich mit nach Hause nehme, werden noch lange bleiben.
Michael Paral
